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Enger Mitarbeiter Mitterrands plauderte

Am Anfang stand der dringende Wunsch von Kanzler Helmut Kohl, den Neubau der Raffinerie in Leuna durch den französischen Elf-Konzern zu einem Beweis für seine «blühenden Landschaften» im Osten zu machen. Elf ließ sich lange bitten, ver handelte trickreich und drückte den Preis. Ein Großteil der Baukosten sollte in Form von staatlichen Beihilfen aufgebracht werden, ließ man sich zusagen - eine teure Geste, wegen der Bonn später noch viel Ärger mit Brüssel bekommen sollte. Doch der Clou war, dass Elf äußerst preiswert das komplette Tankstellennetz des einstigen DDR-Monopolunternehmens Minol kassieren konnte und damit - dem Kar tellamt zum Trotz - gegenüber seinen Konkurrenten einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil im Osten erhielt. Um in den Verhandlungen den Druck zu erhöhen, signalisierte Elf zeitweise die Absicht, von dem Geschäft zurückzutreten.

Das ließ im Bonner Kanzleramt die Alarmglocken läuten. Der Kanzler per sönlich schrieb ei...


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