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– Von Miskolc via Auschwitz nach Stockholm

Susanne Berglind erwartet viel von der Holocaust-Konferenz Von Jochen Reinert

Befangen, beinahe schüchtern, tritt sie an diesem Oktobertag an das Pult der Berliner Konferenz über Frauen im Exil. »Jeder Mensch trägt nicht nur viele Geschichten in sich«, sagt die Schwedin Susanne Berglind nachdenklich auf Englisch, »aber er ist selbst unweiger lieh Teil der Geschichte.« Die Geschichte der heute 69-jährigen Jüdin, die als Zsuzsanna im ungarischen Miskolc geboren wurde und durch die Hölle von Auschwitz ging, ist Teil des nach wie vor unfassbaren infernalischen Holocaust-Dramas.

Wenige Wochen später Wiederbegegnung in Stockholm. Ihre Wohnung in einem Hochhaus im südlichen Stadtteil Liljeholmen ist licht und sehr gegenwärtig, nur zwei unaufdringlich platzierte gerahmte Zeichnungen zeugen von dem besonderen Lebenslauf: Zwei Kinder, eine Mutter, Stacheldraht - das ist das Grundmotiv eines Zyklus von Graphiken, mit denen sie begann, ihr Holocaust-Erlebnis zu verarbeiten. In den 50er Jahren besuchte sie eine Kunstschule, aber sie glaubte, ihre Bilder seien nicht »künstlerisch« genug. Es dauerte viele Jahre, »bis ich wagte zu meinen Bildern zurückzukehren«. Daraus entstand allmählich das kleine Buch »Das Mädchen und der Holocaust«.

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