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  • »Hommage ä Georg Hermann«: Die Akademie der Künste wirbt für eine große Edition

Ein Erzähler, dem die Lobby fehlt

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Natürlich fängt's mit Jettchen Gebert an. Die schöne Henriette Gebert, 1906 in die literarische Welt gesetzt, ist schließlich das populärste Geschöpf, das dem Schriftsteller Georg Her mann gelungen ist, und selbst wer den Autor nur ganz flüchtig kennt, weiß wenigstens von der Existenz dieses Figur. Reinhard Baumgart hat den Roman jetzt zum zweiten Mal gelesen, mit Rührung, wie er gesteht, und zugleich mit Befremden, denn vor langer Zeit, irgendwann in den 70er Jahren, hat er Hermanns opu- ' lente Geschichte für die Freie Volksbühne in Westberlin den Bedürfnissen eines Theaterabends angepasst. Die leise Ironie in seiner Stimme lässt ahnen, was er heute von der Sache hält. Immerhin: Die Liebe zum Roman, womöglich lange nicht wahrgenommen, ist in der Zwischenzeit nicht gestorben, sie ist sofort wieder da, wenn Baumgurt das Buch aufschlägt, und Jettchen, die bewunderte Tochter einer jüdischen Familie, auf den dilettierenden Literaten Kößli...


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