Rudolf Scholz 30.11.2013 / Kultur

Werkhalle oder Seelenraum

Wiedergelesen: »Der Stille Grund« von Lia Pirskawetz - ein Plädoyer für Umweltbewusstsein

Immer mal wieder zieht es mich in die Ecke meiner heimlichen Bibliothek, in der jene Bücher ihren Platz gefunden haben, mit denen sich wichtige Leseerlebnisse früherer Jahre verbinden. Manches, was mich einst in Atem hielt, scheint seither jeden inneren Glanz verloren zu haben. In anderem springen mich plötzlich Sätze an, die mir so gegenwärtig erscheinen, als hätten sie schon lange auf mich gewartet und als sollten sie mit einemmal eine unbegreifliche Faszination entfalten. Aber warum erst jetzt? Ist es, weil sie plötzlich auf neue Art meine Existenz betreffen?

Diesmal ist es der Roman einer mir seit langem vertrauten Autorin, den ich aus dem Regal genommen habe: »Der Stille Grund«. Lia Pirskawetz, seit 1965 als Schriftstellerin und künstlerische Übersetzerin in Berlin tätig, publizierte ihn 1985 im Verlag Neues Leben. Bis dahin hatte sie mehr als 15 Hörspiele veröffentlicht, darunter die mit dem Kritikerpreis ausgezeichnete ...

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