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Schonfrist für Bienen

Umweltverbände fordern langfristige Änderungen im Umgang mit Pestiziden

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Landwirtschaft setzt der Biene Maja und ihren Artgenossen weltweit zu. Jetzt wurde in einem Moratorium wenigstens der Einsatz von Neonikotinoiden, die in der Landwirtschaft als Pestizide verwendet werden, für zwei Jahre verboten. Der Schritt war längst überfällig, denn weltweit sind die schwarz-gelben Blütenbestäuber am Sterben. Doch das Verbot von Saatgut, das mit Pestiziden gebeizt ist, verschafft Bienen nur vorübergehend eine Atempause

Als letzten Sonntag das zweijährige Moratorium für bienenfährliche Neonikotinoide, also Pestizide, mit denen Saatgut gebeizt wird, begann, war ein Teil der Rapssaat fürs kommende Frühjahr bereits im Boden. Um teure Rücknahmen zu vermeiden, so der Deutsche Bauernverband (DBV), seien die »Landwirte gut beraten, genau zu planen«. Michael Lohse, Sprecher des Verbandes, sagte gegenüber »nd«, er gehe nicht davon aus, dass die Bauern noch große Mengen an gebeiztem Saatgut auf Lager hätten.

Zwei Jahre lang ist der Einsatz der umstrittenen Nervengifte Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam beim Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle untersagt. Die Insektizide dürfen auch nicht in den Boden oder auf die Blätter der Pflanzen gegeben werden. Ausnahmen sollen für Pflanzen gelten, die für Bienen nicht interessant sind, wie etwa Wintergetreide.

Viele Jahre hat dieser Schritt gebraucht. Immer wieder haben Umweltverbände u...


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