Dreieinigkeit gegen Onlineriesen

Gewerkschafter wollen sich gemeinsam gegen Billiglohnstrategie bei Amazon wehren

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während Mitarbeiter von Amazon in Deutschland für mehr Lohn streiken, kündigt der Onlinehändler an, nach Polen und Tschechien zu expandieren. Gewerkschafter suchen vorbeugend den Schulterschluss.

Die Suche nach Personal läuft schon: Der US-Onlinehändler Amazon sucht in Prag nach Mitarbeitern. Sie sollen in einem Logistikzentrum arbeiten, das in Dobrovíz nahe des Prager Flughafens eröffnet werden soll. Das Lager solle freilich nicht den Markt in Tschechien bedienen, auf dem Amazon bisher nicht tätig ist, schrieb die Zeitung »Lidové noviny« im Sommer. Geplant sei vielmehr, die Retouren deutscher Kunden zu bearbeiten.

Derlei Nachrichten bestärken Gewerkschafter wie Markus Schlimbach in bösen Vorahnungen. Der DGB-Vize in Sachsen nennt Ankündigungen, wonach Amazon in Tschechien zwei und in Polen drei neue Standorte eröffnen will, eine »gewisse Kampfansage«. Schließlich informierte der US-Konzern über seine Expansionspläne just zu einer Zeit, da in zwei Verteilzentren in Leipzig und Bad Hersfeld Arbeitskämpfe eskalierten. Dort wird seit knapp einem Jahr für einen Tarifvertrag gestreikt. Bisher gab es acht Aktionen; in der We...

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