Das edgy Wohnheim wartet schon

Seit einigen Monaten sind die Medien voll mit Berichten über junge Leute namens Lisa, Anna, Mehmet oder Simon, die gestresst oder resigniert durch die Unistädte der Bundesrepublik hetzen. Die Protagonisten haben eines gemeinsam: Sie beginnen ein Studium und suchen verzweifelt eine Wohnung. Sie quälen sich durch hunderte Wohnungsanzeigen, dutzende WG-Castings , füllen für die Vermieter sorgfältig Bewerbungen mitsamt Kontoauszügen, Foto und Bürgschaft der Eltern aus und landen am Ende doch in einer der vielen Notunterkünfte für Erstsemester ohne eigenes Dach über dem Kopf. Das ist kein Wunder. Im akademischen Jahr 2012/2013 waren bundesweit rund 2,5 Millionen Studierende eingeschrieben. Das sind über eine halbe Million mehr als vor zehn Jahren. In Deutschland fehlen mittlerweile mindestens 25.000 Wohnheimplätze. Die Neuankömmlinge müssen an vielen Unis also nicht nur um einen Platz im überfüllten Hörsaal kämpfen, sondern auch um einen Platz zum Schlafen. Gleichzeitig wird das Wohnen immer teurer. Das trifft natürlich alle, nicht nur Studierende. Diese sind bei profitorientierten Vermietern aber gern gesehen, weil sie erstens relativ schnell wieder ausziehen und damit einen Grund für eine Mieterhöhung liefern und zweitens häufig in Viertel ziehen, in denen die Mieten noch bezahlbar sind und die durch die hippe neue Klientel aufgewertet werden.

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