Werbung

Deutsche Bank rüffelt Finanzminister

Fitschen: Schäubles Ruf nach weiteren Regulierungen ist populistisch / Wagenknecht fordert umfassende Reform des Bankwesens

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat eine umfassende Reform des Bankenwesens gefordert. Im Deutschlandfunk sagte sie am Donnerstagmorgen, das Geschäftsmodell der großen Investmentbanken beruhe auf Betrügereien, die der Volkswirtschaft schaden. Aufgrund der Macht von relativ wenigen Instituten gebe es keinen funktionierenden Markt und Manipulationen seien möglich. Die Linkenpolitikerin forderte, die Banken zu verkleinern und das Investmentgeschäft klar vom Kreditgeschäft zu trennen.

Derweil hat sich der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, gegen neue Regulierungen ausgesprochen. Der Manager wandte sich dabei auch gegen den amtierenden Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der in einem Interview erklärt hatte, »die Kreativität der Banken, die Regulierung zu umgehen, ist weiterhin groß«. Fitschen sagte, es könne »nicht sein, dass man sich hinstellt und sagt, die Banken umgehen immer noch die Regeln«. Der Bankmanager, der auch Präsident des Privatbankenverbandes ist, nannte Schäubles Äußerung unverantwortlich und populistisch.

Nach einer Allensbach-Umfrage glaubten fast drei Viertel der Deutschen, die Finanzbranche sei kaum oder gar nicht reguliert. Banken müssten weiter um Vertrauen werben. Dazu gehöre auch, Kritik zurückzuweisen, die nur auf Vorurteilen basiere und mit Fakten nichts zu tun habe. Wegen manipulierter Zinssätze müssen die Deutsche Bank und fünf weitere Geldinstitute eine Geldstrafe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro zahlen. Nach Ansicht der EU-Kommission haben sie mit rechtswidrigen Absprachen Millionen Verbrauchern geschadet. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen