Schneewittchen und die Arbeit

Feministische Ökonomie am Beispiel eines »unfeministischen Märchens« / Neues Buch der Gender AG von Attac

  • Von Rahel Wusterack
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Unbezahlte Hausarbeit und die Reduktion des Subjekts auf Äußerlichkeiten. Der vorliegende Band zu feministischer Ökonomie versucht sich in der Erklärung feministischen Lebens und Arbeitens.

Was hat eigentlich Schneewittchen mit feministischer Ökonomie zu tun? Diese Frage beantwortet das Werkstattbuch »Schneewittchen rechnet ab« der Gender AG von Attac. Der Sammelband entstand infolge einer Tagung zu (queer)feministischer Ökonomie im Herbst 2012. Neben Aufsätzen sind Dokumentationen künstlerischer Performances, Diskussionen und Workshops enthalten.

Schneewittchen ist eine sehr »unfeministische« Märchenfigur: Sie wird auf ihr Äußeres reduziert und soll deshalb getötet werden. Zudem arbeitet sie unentgeltlich als Dienstmädchen bei den sieben Zwergen und wird vom obligatorischen Prinzen gerettet. Die Brücke zur feministischen Ökonomie findet sich vor allem am Punkt der unbezahlten Hausarbeit. Doch auch dominante Vorstellungen von weiblicher Schönheit, die zentral mit dem Kriterium des »Weißseins« operieren, spiegeln sich in Schneewittchens Geschichte.

Der vorliegende Band bildet die Vielfalt feministischen Lebe...


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