Frank-Rainer Schurich 20.12.2013 / Kultur

Keine Solidarität mit dem Lieblingsprofessor

Mark Benecke hat eine Biografie über den Gerichtsmediziner Otto Prokop geschrieben

Die Familie will nicht, dass seine Autobiografie erscheint; sie liegt irgendwo unter Verschluss. Also musste ein externer Biograf her. Der wurde mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke gefunden. Der Verlag spendierte aus seiner Schatzkiste das allerfeinste Papier, aber dadurch ist das Buch nur schwerer, nicht besser geworden.

Otto Prokop sei sein »Lieblingsprofessor« gewesen, bekennt der Autor. Zahlreiche, im Vorfeld der Veröffentlichung seines Buches durch die Medien gestreute Fotos, die Prokop und Benecke in trauter Eintracht zeigen, sollen das belegen. Da hätte man indes eine andere Biografie erwartet.

Benecke schreibt, er habe die Staatsbezeichnung DDR durch »Ostdeutschland« ersetzt, weil die drei Großbuchstaben bei unter Dreißigjährigen »ähnlich einer chemischen Formel« oft »Abstoßungsreaktionen« hervorrufen. Damit erklärt sich das Werk fast von selbst.

Das Buch besteht aus zwei Teilen: Biografisches und Wissens...

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