Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Bitte lauter

Bernd Kammer wünscht sich mehr Druck in Sachen Nachtflugverbot

Neues Jahr, neues Glück, mag sich die Brandenburger Landesregierung gesagt haben. Denn Glück wird sie brauchen, will sie in den Verhandlungen mit Berlin und dem Bund in Sachen Lärmschutz für die Flughafenanwohner Erfolg haben. Ihre Forderungen an die anderen beiden Anteilseigner nehmen sich jedenfalls reichlich zahm aus verglichen mit dem, was sich das erfolgreiche Brandenburger Volksbegehren auf die Fahnen geschrieben hatte: ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am künftigen Hauptstadtflughafen.

Ein Jahr ist es schon wieder her, dass die Landesregierung diese Forderung übernahm, doch erreicht wurde seitdem praktisch nichts. Das liegt natürlich zunächst an der Sturheit der beiden Partner. Aber besonders hartnäckig scheint Brandenburg ihnen gegenüber nicht gerade aufzutreten. Dieser Eindruck wird durch das gestern präsentierte Kompromissangebot eher verstärkt. Weil man mit einem Entgegenkommen aus Berlin nicht rechnet, wird eine Art Kulanzregelung mit den Airlines und der Flugsicherung vorgeschlagen, die kaum bindend sein dürften und auch nicht alle Anwohner entlasten würden.

Mit dem Volksbegehren im Rücken könnte die Landesregierung ruhig etwas lauter auftreten. Besonders gegenüber dem gerade neu gewählten Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafengesellschaft. Klaus Wowereit hatte danach demütig verkündet, er wolle die Belange des Lärmschutzes für die Anwohner mit den unternehmerischen Interessen des Flughafens versöhnen. Es wäre sicher interessant zu erfahren, wie er das anstellen will.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln