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Verbieten und Verfolgen - oder was sonst?

In Deutschland steht die Drogenpolitik weiterhin stark unter dem Einfluss populistischer Mythen - dabei spricht die Wissenschaft eine andere Sprache

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Cannabis ist eine »Einstiegsdroge«, Legalisierung führt zu einer Potenzierung der Probleme: So lautet das konservative Credo in der Drogenpolitik. Neueren Erkenntnissen hält diese Meinung aber nicht stand.

dass Was würde passieren, wenn man Drogen legalisierte? Allein die Frage gilt hierzulande als Ausweis von Unzurechnungsfähigkeit. Gerade die Biertrinkerlobbys gingen auf die Barrikaden, sollte Deutschland jenem Beispiel folgen, das jüngst der US-Staat Colorado gibt - wo Cannabis nicht nur zur Linderung von Gebrechen, sondern auch zum Vergnügen seit dem Jahreswechsel legal ist.

CSU-Drogenexperte Johannes Singhammer etwa würde abermals ausführen, schon Cannabis sei eine gefährliche »Einstiegsdroge«, weil viele Benutzer »harter« Drogen zunächst auch Cannabis konsumierten. Bereits eine Freigabe »weicher« - geschweige denn »harter« - Drogen führte in diesem Verständnis zu mehr Sucht, Elend und Kriminalität. Verbieten und Verfolgen seien daher die Mittel der Wahl.

Das »Einstiegs-Argument« ist aber eine Schimäre. Denn ebenso ist davon auszugehen, dass Konsumenten von Cannabis mit Alkohol begannen. Dennoch käme etwa Singhammer n...


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