Im Namen der Rose

Justizalltag nach 1945

  • Von Frank-Rainer Schurich
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Ein 19-jähriger, beim Fahrraddiebstahl erwischter Bäcker wird zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, weil es allgemein bekannt ist, »dass das Fahrrad wichtigstes Verkehrsmittel unserer werktätigen Bevölkerung ist. Millionäre fahren bekanntlich nicht auf Fahrrädern.« Ein Monat Gefängnis bekommt eine Frau, die »in der Landsberger Allee von einem Rosenstock eines Grabes eine Rose in rechtswidriger Zueignungsabsicht wegnahm«. Der Jurist Ernst Reuß hat allein im Amtsgericht Mitte 3000 Akten ausgewertet und ein verblüffend lebendiges Bild der Nachkriegszeit gezeichnet. Traurige Geschehnisse, ...


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