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Sehnsucht nach dem Patriarchat?

Die israelische Soziologin Eva Illouz über den Erfolg von »Shades of Grey«

  • Von Lilian-Astrid Geese
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Romance novels (Liebesromane) stehen ganz oben auf der Liste der erfolgreich vermarkteten Werke. 2011 wurde mit ihnen in den USA ein Umsatz von 1,358 Mrd. US$ (14 Prozent des Buchmarktes) erzielt. 474 Titel aus diesem Genre schafften es auf die Bestsellerlisten von »New York Times«, »USA Today« und »Publishers Weekly«.

Der globale Branchenführer in diesem Genre ist »Harlequin«, beheimatet im kanadischen Toronto, der deutsche Ableger heißt »Cora«. Der Tochterverlag mit Sitz in Hamburg veröffentlicht etwa 800 neue Titel pro Jahr und verkauft davon ca. 15 Millionen Exemplare. 91 Prozent der Romance-Leserschaft ist weiblich; 31 Prozent davon bezeichnen sich als »Intensivleserinnen«, d.h. sie lesen täglich.

Angesichts dieser Zahlen konnte der riesige Erfolg von Erika Leonards alias E. L. James' Romantrilogie »Shades of Grey« eigentlich nicht überraschen. Dennoch waren die Feuilletons und Gesellschaftsseiten der Medien voll vo...


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