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Anschlag in Beirut

Hisbollah warnt vor »Zerstörung« Libanons

Beirut. Nach dem neuen tödlichen Anschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat die Hisbollah vor einer »Zerstörung« des Landes gewarnt. Eine »politische Verständigung« sei dringend nötig, um dies zu verhindern, sagte das Führungsmitglied Scheich Naim Kassem am Donnerstag im Fernsehsender der Schiitenpartei »Al Manar«. Er wies niemandem direkt die Schuld für den Anschlag zu, rief aber dazu auf, radikalen sunnitischen »Terroristen« zu trotzen.

Bei der Explosion einer Autobombe in einem schiitischen Viertel in Beirut waren am Donnerstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums vier Menschen getötet und 77 weitere verletzt worden. Die Vereinten Nationen und westliche Staaten verurteilten das Attentat. Erst am Freitag vergangener Woche waren bei einem Autobombenanschlag in Beirut sieben Menschen getötet worden.

Der libanesischen Nachrichtenagentur ANI zufolge explodierte ein mit Sprengstoff präparierter Geländewagen auf der belebten Al-Arid-Straße im südlichen Bezirk Haret Hreik. Auf Fernsehbildern waren zerstörte Häuserfassaden und verkohlte Autos zu sehen. Viele schockierte Bewohner der Gegend standen am Anschlagsort versammelt, während die Rettungskräfte versuchten, sich einen Weg zu den Opfern zu bahnen.

»Al Manar« berichtete, die »terroristische Explosion« habe sich nur wenige hundert Meter vom politischen Büro der Miliz entfernt ereignet. Das Gebäude sei aber nicht getroffen worden. Der Sender veröffentlichte auch Warnungen an die Bevölkerung und forderte sie auf, sich wegen möglicher weiterer Anschläge nicht in der Gegend aufzuhalten. Vor dem Libanonkrieg im Jahr 2006 waren dort die entscheidenden Institutionen der Hisbollah angesiedelt. Große Teile der Gegend wurden während des israelischen Angriffs in dem Krieg zwischen der Hisbollah und Israel zerstört. AFP/nd

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