Hans Canjé 06.01.2014 / Politik

Überfällige Ehrung für Fürther NS-Opfer

Zwei Straßen nach kommunistischen Opfern des Nazi-Regimes benannt

Jahrzehntelang verwehrte man zwei im KZ Dachau ermordeten Hitlergegnern in ihrer Heimatstadt das Gedenken. Erst seit kurzem tragen zwei Straßen im fränkischen Fürth ihre Namen.

»Eine lange Geschichte« und »kein Ruhmesblatt für die Stadt«, sei die Angelegenheit gewesen, so der Oberbürgermeister der mittelfränkischen Stadt Fürth, Tomas Jung. Jahrzehntelang habe man ein offizielles Gedenken aus ideologischen Gründen verweigert. Heute, so der SPD-Politiker im kritischen Rückblick, könne er es sich kaum erklären, »warum wir so lange dafür gebraucht haben«.

Das Ende der langen Geschichte: In einer kleinen Feierstunde erhielten nach Jahren des Verdrängens und Blockierens zwei Straßen auf Beschluss der städtischen Behörden die Namen der am 12. April 1933 im Konzentrationslager Dachau ermordeten Kommunisten Ernst Goldmann und Rudolf Benario. Die beiden Hitlergegner waren im März 1933 in einer ersten »Säuberungsaktion« durch SA und Polizei festgenommen und am 11. April in das im März eröffnete Konzentrationslager Dachau verschleppt worden.

Die Benennung einer Brücke nach dem Hitlerattentäter Stauffenberg...

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