Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Streit um einen ehemaligen Geheimdienstgeneral

Deutschland fordert die Auslieferung von Josip Perkovic, doch Kroatien zögert weiter

  • Von Thomas Roser, Belgrad
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Auslieferungsstreit um den früheren Geheimdienstchef Josip Perkovic droht die Beziehungen von EU-Neuling Kroatien mit Berlin und Brüssel weiter zu belasten.

Die jüngste Runde im Tauziehen um die Auslieferung des unter Mordverdacht stehenden früheren Geheimdienstlers Josip Perkovic ging an den pensionierten General. Nur zwei Tage musste der am Neujahrstag inhaftierte Kroate auf der Pritsche schmoren, dann wurde der 68-Jährige vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt. Bis nächste Woche wird in Zagreb mit der endgültigen Gerichtsentscheidung über die Auslieferung des Mannes gerechnet, dem die deutsche Justiz die Organisation des 1983 begangenen Mordes an dem Exilkroaten Stjepan Djurekovic vorwirft.

Der einflussreiche Geheimnisträger wird für den EU-Neuling zunehmend zum Klotz am Bein. Der Versuch Zagrebs, seine Auslieferung mit einem kurz vor dem EU-Beitritt durch das Parlament gepeitschten und auf Druck Brüssels wieder kassierten Sondergesetz zu verhindern, scheiterte an den Sanktionsdrohungen der Union. Sollte Kroatiens Justiz die Überstellung nach Deutschland verweigern, ist neuer ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.