Werbung

Der achte Häuptling

Erich Preuß über unterschiedliche Interessen innerhalb der Deutschen Bahn

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der hat uns gerade noch gefehlt, meint ein Eisenbahner hinter vorgehaltener Hand über Ronald Pofallas Aussichten auf einen Vorstandsposten. Der Insider hegt nicht einmal Antipathie gegenüber dem CDU-Mann, wie es andere Kritiker der Personalie im Konzern tun, sondern ärgert sich vor allem über die Vermehrung der Häuptlinge, während im Revier die Indianer fehlen.

Recht hat er. 1970 genügten der Deutschen Bundesbahn außer dem »Vorstandsvorsitzer« Heinz Maria Oeftering drei Vorstände. 2013 sind es neben Bahnchef Rüdiger Grube sieben geworden. Zwar sind die Aufgaben im Konzern gewachsen, nicht zuletzt wegen der Fusion mit dem Netz der Reichsbahn vor 20 Jahren. Aber haben sie sich verdoppelt? Die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat bezweifeln das. Klaus-Dieter Hommel etwa fragt öffentlich nach dem Sinn eines Vorstandspostens für politische Beziehungen, der für Pofalla geschaffen werden soll.

Gewiss braucht Bahnchef Grube Unterstützung in der Regierung und auch in der EU-Kommission, die Netz und Betrieb der Bahn getrennt haben möchte. In Brüssel lobbyieren bereits Beauftragte des Konzerns. Ob der in diesem Metier wenig beschlagene Pofalla helfen kann, ist zu bezweifeln. Schon einmal, von 1998 bis 2000, hatte die DB mit einem Laien, Sachsen-Anhalts Ex-Ministerpräsidenten Werner Münch, Misserfolg: Er kostete viel und brachte wenig.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!