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Der Parkograph oder die Rationierung der Zeit

Vor 60 Jahren wurden in Duisburg die deutschlandweit ersten Parkuhren für Autofahrer aufgestellt

  • Von Frank Christiansen
und Klaus Peters, Duisburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Duisburg war vor 60 Jahren die dritte Stadt in Europa, die mit Parkuhren bei den Autofahrern Kleingeld einsammelte. Inzwischen sind die Geräte zumeist durch Parkschein-Automaten ersetzt.

Für die Duisburger (NRW) begann das Jahr 1954 mit einer Überraschung: Die ersten 20 Parkuhren Deutschlands säumten den Bürgersteig der Straße Am Buchenbaum. Die beliebten Parkplätze am Rande der Hauptgeschäftsstraße wurden für einen Groschen stundenweise rationiert, um Dauerparker zu vertreiben. Damit war Duisburg vor 60 Jahren nach Basel und Stockholm die dritte Stadt Europas, die mit den neumodischen »Groschengräbern« bei den Autofahrern Kleingeld einsammelte.

Die Stadt sei an den Einnahmen gar nicht interessiert, versicherte damals Duisburgs Verkehrsdezernent Fritz Seydaack. Das Geld werde für gemeinnützige Zwecke ausgegeben. »Parkographen verhindern Dauerparken«, titelte eine Duisburger Lokalzeitung. Der Verkehrsdezernent gab sich hoffnungsvoll: »Ich bin mir sicher, dass die Autofahrer bald die größten Befürworter der Parkuhren sein werden.« 60 Jahre später sind die Parkautomaten bei den Autofahrern...


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