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Neue Anklage im Jerichower Müllskandal

900 000 Tonnen unerlaubt in Tongrube gebracht

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Stendal. Im Skandal um illegale Müllentsorgung in Sachsen-Anhalt hat die Staatsanwaltschaft Stendal eine weitere Anklage erhoben. Sieben Beschuldigte sollen sich wegen des unerlaubten Umgangs mit Abfällen beziehungsweise Beihilfe dazu vor dem Landgericht verantworten, wie ein Justizsprecher am Dienstag mitteilte. Den Ermittlungen zufolge waren von 2005 bis 2008 mindestens 900 000 Tonnen hausmüllähnliche Gewerbeabfälle ohne Erlaubnis in die Tongrube Vehlitz im Kreis Jerichower Land gebracht worden. Einer der Beschuldigten muss sich außerdem wegen uneidlicher Falschaussage vor einem Untersuchungsausschuss des Parlaments verantworten. Gegen sechs der jetzt Angeklagten hatte die Staatsanwaltschaft bereits 2012 eine Anklage wegen ähnlicher Vorwürfe in Zusammenhang mit der Tongrube in Möckern erhoben. Der Prozess hierzu hat noch nicht begonnen.

Ein Untersuchungsausschuss des Landtags hatte versucht, Licht in die Praktiken zu bringen. Der damalige Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) erklärte Anfang 2011, die illegale Abfallentsorgung in den Tongruben Vehlitz und Möckern sei allein auf ein kriminelles Vorgehen zurückzuführen. Die damalige Opposition warf den Behörden hingegen vor, Warnhinweise aus der Bevölkerung ignoriert zu haben. Auch Haseloff selbst war ins Visier der Ermittler geraten. Der Vorwurf, er habe im U-Ausschuss falsch ausgesagt, wurde bei den Ermittlungen aber nicht bestätigt. dpa/nd

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