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Logenplatz statt Fernsehcouch

Birgit Mandel, Leiterin der Tagung »Mind the Gap!«, über neue Wege der Hochkultur-Vermittlung

Wie lassen sich kunstferne Bevölkerungsgruppen in Museen, Theater und Konzertsäle locken? Das erkundet am 9. und 10. Januar die Tagung »Mind the Gap!« im Deutschen Theater Berlin, die von Birgit Mandel geleitet wird. Im Gespräch mit nd-Autorin Antje Rößler erzählt die Professorin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim von den Herausforderungen niedrigschwelliger Kulturvermittlung.

nd: Frau Mandel, in welchem Dilemma steckt die Hochkultur?
Mandel: Das Stammpublikum kultureller Angebote macht höchstens noch ein Zehntel der Bevölkerung aus. Die zentrale Frage ist deshalb, wie es gelingen kann, mehr Menschen am kulturellen Leben zu beteiligen.

Wozu? Die übrigen 90 Prozent haben halt andere Freizeitvergnügen.
Der Konsens, dass die Hochkultur fester Bestandteil der Lebensqualität einer Gesellschaft ist, entsteht nicht von selbst. Wenn der historisch gewachsene Schatz von Theatern und Orchestern erhalten werden soll, muss er für mehr Menschen relevant und attraktiv werden. Zudem sollten Angebote, die aus Steuermitteln finanziert werden, auch möglichst breiten Bevölkerungsgruppen zugänglich sein. Brutal formuliert: Derzeit finanziert der Staat das Freizeitvergnügen einer kleinen Bildungselite. An einer Umverteilung werden wir nicht vorbei kommen.

Wie können Konzertveranstalter, die ein neues Publikum ...




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