Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Aufklärung im NSU-Mordfall Kiesewetter?

Zeugenbefragung vor dem Oberlandesgericht in München

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mittwochmorgen in München. Der 74. Verhandlungstag gegen mutmaßliche Mittäter und Helfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) beginnt. Heute will sich der Senat des Oberlandesgerichtes dem Fall Michelle Kiesewetter zuwenden. Die aus Oberweißbach stammende Polizeimeisterin soll 2007 von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im baden-württemberischen Heilbronn ermordet worden sein. Ein Zufallsopfer? Kaum. Doch der zehnte und vermutlich letzte Mord des NSU gibt noch immer zahlreiche Rätsel auf. Es ist höchst ungewiss, ob die geladenen Zeugen, allesamt Ermittler der Kriminalpolizei, Licht ins Dunkel bringen können.

Die Aufklärung des Falles könnte die Frage beantworten helfen, ob der NSU tatsächlich nur aus drei Personen bestand. Der Mord an Kiesewetter und der Mordversuch an ihrem Kollegen A. nähren Zweifel daran. Aussagen von Zeugen, darunter von A., und Phantom-Bilder deuten zumindest auf die Mittäterschaft anderer hin. Zugleich sind zahlreiche Verbindungen thüringer und sächsischer Neonazis und Blood&Honour-Anhänger nach Baden-Württemberg nie aufgeklärt worden. Die Bundesanwaltschaft widerspricht dem und behauptet, allen Spuren gefolgt zu sein, die jedoch zu keinen Ergebnissen geführt hätten.

Zuvor jedoch werden noch Zeugen gehört, die weiter Auskunft über den Brand in der Zwickauer Wohnung des rechtsextremistischen ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.