Henkel steckt wieder im NSU-Sumpf

Neue Vorwürfe gegen die Polizei, die Aufklärung der rechten Mordserie behindert zu haben

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Hat die Berliner Polizei einem ehemaligen Spitzel geraten, vor Untersuchungsausschüssen nichts zu einem NSU-Unterstützer zu sagen? Eine Sondersitzung soll noch diese Woche Klarheit bringen.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Polizisten des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) sollen Ende Oktober möglicherweise eine ehemalige Vertrauensperson (VP) der Kripo in Thüringen aufgesucht haben und dieser dabei geraten haben, vor Untersuchungsausschüssen zu den Morden des »Nationalsozialistischen Untergrundes« nichts zu Carsten Szczepanski zu sagen, alias »Piatto«, so der Deckname eines ehemaligen V-Mannes des Brandenburger Verfassungsschutzes und direkten Unterstützers des Zwickauer Mordtrios. Dies behauptet zumindest Nick Greger, der möglicherweise jene V-Person des Berliner LKA war, in einem Internetvideo, das seit Anfang Dezember vergangenen Jahres online ist.

Ob der ehemalige Neonazi Greger wirklich »V-Person« des Berliner Landeskriminalamtes war, wollte die Berliner Polizei am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses weder bestätigen noch dementieren. »Es ist juristisch nicht ohne Hürden, über solche Sachverhalte zu s...


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