René Heilig 03.02.2014 / Politik

Viele rechte Mordzellen neben dem NSU

Otto Schilys Innenministerium machte in absurder Sprachregelung Antifa-Gruppen für Radikalisierung verantwortlich

Wie konnte der NSU so unerkannt morden? Regierungsdokumenten belegen: Statt die Jenaer Bombenbastler und vergleichbare Terrorgruppen zu verfolgen, machte man Antifaschisten verantwortlich.

VP 598 war V-Mann, eine sogenannte Vertrauensperson des Berliner Landeskriminalamtes (LKA). Richtiger Name: Nick Greger. 1977 wurde der beim fränkischen Wunsiedel geboren, früh machte er in der Neonazi-Szene als Militanter von sich reden. Er trieb sich in Sachsen wie in Südafrika herum, kam nach Berlin, baute eine Bombe, wurde verhaftet, verurteilt, ging abermals ins Ausland, trat als Söldner in verschiedenen Ländern vor allem Afrikas in Erscheinung und setzte sich dann werbewirksam als Aussteiger in Szene.
Doch er ließ offenkundig nur eine Etappe seines rechtsextremistischen Daseins hinter sich. Greger wechselte die Form des Rassismus, gerierte sich als eine Art Tempelritter wider den Islam. Noch im Knast hatte er die Nähe der »Ulster Freedom Fighter« und deren Ikone Johnny Adair gesucht. Die Terrortruppe war gefürchtet in Nordirland. Gregers ideologische Grundlagen ähnelten dem des norwegischen Massenmörder Anders Breivik, beide...

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