Streit um Schamgrenzen

Sexuelle Vielfalt als fächerübergreifender Lehrinhalt? Demos in Stuttgart am Rande der Hysterie

Die Vermittlung von »Akzeptanz sexueller Vielfalt« im Schulunterricht - das will Baden-Württemberg fächerübergreifend im Bildungsplan verankern. Dagegen und dafür demonstrierten Hunderte Menschen.

Stuttgart. Man sieht ihnen an, dass sie das Demonstrieren nicht gewohnt sind. Rund 600 Frauen und Männer versammeln sich auf dem Stuttgarter Schlossplatz, um gegen den derzeit leidenschaftlich diskutierten baden-württembergischen Bildungsplan 2015 zu protestieren. Viele zählen zur älteren Generation, wirken bürgerlich. Ihre Plakate sind handgeschrieben. »Sex in jedem Fach? Nein danke«, heißt es da.

Ihr Protest gilt dem Vorhaben der grün-roten Landesregierung, künftig an den Schulen fächerübergreifend für die »Akzeptanz sexueller Vielfalt« zu werben. Die Kinder sollen früh lernen und anerkennen, dass es neben Heterosexuellen auch Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und weitere Varianten der geschlechtlichen Orientierung gibt. Gegen diesen Plan haben mehr als 192 000 Menschen eine Petition unterzeichnet.

Zwei Petitionen, die den Bildungsplan befürworten, erreichten rund 88 000 und 136 000 Unterschriften. In ihrem Si...

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