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Brandenburger hoch gerüstet

Potsdam. Nach aktuellen Angaben des Polizeipräsidiums sind rund 32 000 Brandenburger im Besitz eines Waffenscheins. Noch 2012 war von fast 41 000 die Rede gewesen. Grund für den Rückgang sind Zählfehler. Früher waren Personen mitunter mehrfach registriert worden, etwa als Sportschütze und als Jäger. Dies wurde mittlerweile bereinigt. An der Zahl der Schusswaffen hat sich in derselben Zeit unterdessen kaum etwas geändert. Noch immer sind fast 120 000 Schusswaffen im Land registriert. Ende Januar verteilten sich diese legalen Waffen auf rund 26 000 Menschen.

Die Wochenzeitung »Die Zeit« hatte im Januar über die Verteilung legaler Waffen in Deutschland berichtet. Danach kommen in Brandenburg im Bereich der Polizeidirektion Nord 55 Waffen auf 1000 Einwohner, im Westen sind es 43. Der Süden und der Osten liegen dazwischen. Über die Zahl der illegale Schusswaffen im Land kann nur spekuliert werden..

2012 registrierte die Polizei insgesamt 172 Fälle, in denen Schusswaffen eine Rolle spielten. In gut der Hälfte schossen die Täter, sonst drohten sie nur damit. Die Zahl der Fälle schwankt: 2011 waren es 150, 2009 hingegen 242.

Auch mit legalen Waffen wurden Menschen in Brandenburg getötet. Im August 2013 erschoss eine 36-Jährige in Wustermark (Havelland) erst ihren 58-jährigen Lebensgefährten und dann sich selbst. In Brandenburg/Havel kam ein Mann bei einer Jagd ums Leben, den ein 73-Jähriger in der Dunkelheit versehentlich mit einem Tier verwechselt hatte.

Im Jahr 2009 hatte der Amoklauf von Winnenden eine Debatte um die legale Aufbewahrung von Schusswaffen ausgelöst. Damals hatte ein Schüler 15 Menschen erschossen. Die Tatwaffe hatte der Vater des Täters unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt. Nach Winnenden waren die Kontrollen verschärft worden. dpa/nd

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