Arbeitslosigkeit zwingt Spanier zur Ausreise

Ecuador gilt als beliebtes Anlaufziel

  • Von Regine Reibling
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Immer mehr Spanier müssen wegen der anhaltenden Arbeitslosigkeit ihr Glück woanders suchen. Ecuador steht oben auf ihrer Liste.

Anna Canturri und Bru Garsot sitzen beim Mittagessen. Es gibt Reis mit Hühnchen - das typische Gericht in Ecuador. Als Nachtisch liegen süße Maistörtchen auf dem Teller, eingewickelt in grüne Bananenblätter. An das Essen müssen sich die beiden Spanier aus Castellar del Vallès, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Barcelona, noch gewöhnen. Sie sind seit zwei Monaten in Ecuador - um zu arbeiten.

»Der ecuadorianische Staat sucht Lehrer und hat in Spanien Werbung gemacht«, erzählt die 26-Jährige. So hat sich das Paar auf den Weg gemacht - und das, obwohl beide Arbeit hatten. Bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien von etwa 57 Prozent schon eine Besonderheit. Anna und Bru (23 Jahre alt) waren bei einer Bildungsorganisation in der Nähe von Barcelona beschäftigt, die für Schulen Ausflüge organisiert. »Aber die Bedingungen waren einfach mies. Ich habe bis zu elf Stun...


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