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Tod im Wendland

In Martin Sudermanns Krimi mit den drei gelben X kommt ein Atomkraftgegner ums Leben - War es Mord?

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Nach den Protesten gegen den Castortransport 2010 wird in einem kleinen Bach eine Leiche gefunden. Journalist Krüdemann verdächtigt den Energiekonzern WEAG, in den Tod verwickelt zu sein.

November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castortransport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und kerngesund, soll in einem knöcheltiefen Bach ertrunken sein. Seine FreundInnen, altgediente Autonome und junge Anti-AKW-AktivistInnen aus dem Wendland, glauben nicht an diese Geschichte.

Auch der Journalist Thomas Krüdewagen ist tief erschüttert, als er vom Tod seines alten Genossen und Freundes hört. Auf der Beerdigung Beckers beschließt er, den Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen.

Damit beginnt der neue Krimi von Martin Sudermann. Die bereits aus seinem ersten Krimi (»Mordgeschäfte«) bekannte Figur des Journalisten Krüdewagen, früher selbst gegen Atomkraft aktiv, macht sich auf die Suche nach der ganzen Geschichte: Eingebettet in viele Details über das Leben und verschiedene Aktionen der Aktivisten setzt Sudermann den Journalisten auf den Toten an. Krüdemann stößt dabei auf Recherchen Holger Beckers zum Energiekonzern WEAG.

Kein Wunder also, dass der Tote das Interesse des Staatsschutzes geweckt hat. Viele Seiten später und leider etwas unvermittelt taucht dann noch ein Gegenspieler der AktivistInnen auf, der dem Krimi eine entscheidende Wende gibt und die Protagonisten vor schwierige Entscheidungen stellt: Frei nach der Geschichte der internationalen Spitzel, die für den G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm eingesetzt wurden, mischt ein Undercover-Polizist die Szene auf.

Martin Sudermann gelingt es reale Ereignisse des Castor-Widerstandes und die staatlichen Überwachungsmaßnahmen in einen fiktiven Krimi zu verwandeln. Spannend und überraschend zugleich, wobei der Autor von den realen Ereignissen und Überwachungsmöglichkeiten rund um die NSA überholt wird.

Martin Sudermann: XXX. Ein Atomkraft-Krimi. Sutton Verlag, Erfurt 2013 240 Seiten, 12 €.

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