Am 15. Februar nach Cottbus!

  • Von Jan Tölva
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine Antifagruppe hat eine Doku über die Präsenz organisierter Neonazis und den lokalen Widerstand gedreht.

Man kann sich nicht aussuchen, wo man aufwächst, - wohl aber, was man daraus macht. Die Antifagruppe AFA Youth aus Cottbus hat jetzt einen Film darüber gedreht, was es heißt zwischen Neonazis und rechtem Mainstream aufzuwachsen und sich dagegen zu organisieren zu versuchen.

»I hate my f*cking hometown« - ich hasse meine verdammte Heimatstadt - ist chronologisch aufgebaut. Der etwa zweistündige Film beginnt in den Wendejahren, als es in mehreren Städten pogromartige Ausschreitungen und Brandanschläge gegen Asylbewerber gab.

Auch in Cottbus randalierten rechte Jugendliche und Neonazis im Herbst 1992 vor einer Unterkunft für Asylbewerber. »In Rostock haben sie es doch auch geschafft, dann schaffen wir es hier auch«, sagt ein Jugendlicher in einem Ausschnitt aus einem Fernsehbeitrag von damals. Cottbus war Anfang der 1990er Jahre nicht irgendeine Stadt, sie war Organisationsschwerpunkt der extrem rechten Partei Deutsche Alte...

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