Studieren mit Realitätsbezug

Eine sogenannte Volkskanzlei vermittelt in Guatemala Jura-Studenten Einblick in die Praxis und gewährt Mittellosen auf dem Land kostenlose Rechtshilfe

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Anwälte haben in Guatemala mit der einfachen Bevölkerung wenig zu tun. Um Jura-Studenten einen Realitätsbezug zu vermitteln, schickt die Universität Rafael Landívar sie zum Praxissemester aufs Land.

Anna María Córdova läuft die Treppe mit einem Lächeln hinunter, um einen ihrer Klienten in Empfang zu nehmen. Herzlich begrüßt sie den traditionell gekleideten Familienvater, der einen Sohn dabei hat, und gekommen ist, um sich nach seinem Fall zu erkundigen. Um Hilfe bei einem Konflikt mit den Geschwistern um ein Stück Land und dessen Verwendung hat er gebeten. »Wir versuchen zu vermitteln, aber es kann sein, dass sich die Familie vor Gericht wiedersieht«, erklärt die angehende Anwältin.

Anna María Córdova wird bei ihrer Arbeit von María Quichibamba unterstützt. Die übersetzt vom Zutuhil, einer Maya-Sprache, ins Spanische, denn Anna María Córdova kommt aus Guatemala-Stadt und spricht keine der Maya-Sprachen. »Seit rund drei Monaten arbeitete ich jetzt gemeinsam mit zwei leitenden Anwälten und einem guten halben Dutzend Jura-Studenten im Bufete Popular«, erzählt Córdova. Das ist eine sogenannte Volkskanzlei, die Bedürftigen kos...

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