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»Terminator« vor Gericht

In Den Haag findet der Vorprozess gegen Kongos Warlord Bosco Ntaganda statt

  • Von Markus Schönherr, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am 12. Februar wird alljährlich der »Red Hand Day« begangen, der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. In Den Haag steht ein mutmaßlicher Täter - Bosco Ntaganda - vor Gericht.

In der Demokratischen Republik Kongo nannten sie ihn den »Terminator«. Nun muss Bosco Ntaganda, der es gewohnt ist, Befehle zu geben, im niederländischen Den Haag die Anklagebank drücken.

Zunächst geht es im Vorprozess seit Montag dieser Woche nur darum, die Anklage zu bestätigen. Unter Ntagandas Kommando hätten seine Milizen unschuldige Zivilisten »anhand ethnischer Kriterien verfolgt«, erklärte die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Fatou Bensouda. Sie und Ntagandas Verteidiger Marc Desalliers präsentieren bis Freitag ihre Argumente. Eine Entscheidung, ob die Beweise für einen Kriegsverbrecherprozess ausreichen, wird binnen 60 Tagen erwartet.

Bosco Ntaganda wurde Anfang der siebziger Jahre in Ruanda geboren und wanderte als Teenager Ende der achtziger Jahre aufgrund der Repression gegen Tutsi in die benachbarte DR Kongo aus. Später schloss er sich der Ruandischen Patriotischen Front von Paul ...


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