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Polizei lobt sich für Ballstädt

Nazi-Opfer sprechen von abwartenden Beamten

Erfurt. Während sich das Thüringer Innenministerium insgesamt sehr zufrieden mit Vorgehen der Polizei nach dem Angriff von Rechtsextremen auf ein Fest in Ballstädt am Wochenende zeigte, gibt es von Opfern des Überfalls harte Kritik. Die Beamten hätten zunächst nicht eingegriffen und die Täter nicht verfolgt - stattdessen hätten sie auf Verstärkung gewartet, berichtete der MDR. Die Polizei wies dies zurück. Medienberichte, wonach die Polizeibeamten keine Hilfe geleistet beziehungsweise nur zögerlich gehandelt hätten, seien unzutreffend.

Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Ballstädt sagte der dpa, dass er gemeinsam mit seinen Kollegen zuerst den Gemeindesaal betreten habe. Die Polizisten seien aber schnell nachgekommen. Der Mann war selbst Zeuge des Vorfalls und hatte die Einsatzkräfte alarmiert. Ein Opfer habe einen rund zehn Zentimeter langen Schnitt am Hals erlitten, vermutlich durch einen Schlagring. Einem anderen sei das Ohr zum Teil abgerissen worden.

Der Überfall sei offenbar »generalstabsmäßig« geplant worden, sagte der Ministeriumssprecher. Bei dem Angriff von 15 bis 20 Rechtsextremen auf die Kirmesveranstaltung waren in der Nacht zum Sonntag zehn Gäste verletzt worden. Als die Beamten eintrafen, seien die Angreifer schon weg gewesen. dpa/nd

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