Wladek Flakin 13.02.2014 / Berlin

Schüler streiken für Refugees

Berlinweit soll an Schulen und Universitäten für die Rechte von Flüchtlingen protestiert werden

»Was ist Imperialismus?« Keine typische Frage auf einer Vollversammlung an einer Schule - aber es ist auch keine typische Vollversammlung.

Am Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium referierte Turgay Ulu am Dienstag vor mehreren hundert Schülern. In der Türkei hat der Journalist, wegen Terrorismus verurteilt, 15 Jahre im Gefängnis verbracht, aber in der BRD hat er noch keinen Asyl bekommen. An der Schule in Prenzlauer Berg erzählt er über die Lager, in denen er als Asylbewerber leben musste, über den 600-Kilometer-Protestmarsch von Würzburg nach Berlin, über das Flüchtlingscamp am Oranienplatz. Und er erzählt auch von den Ursachen der Flucht, weshalb der Begriff Imperialismus auch fällt. Was das bedeutet? Viele Flüchtlinge sind nur deswegen in Europa gelandet, weil westliche Staaten Libyen bombardierten. »Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!«, fasst er zusammen.

Die Vollversammlung ist nur eine von vielen an Berliner Schulen in diesen Tagen, denn an diesem Donnerstag findet ein Schul- und Unistreik statt, um die Rechte der Geflüchteten zu vert...

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