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Erde ist kein Dreck

Die ökologische Landwirtschaft stammt aus der vorkolonialen Tradition Afrikas

  • Von Leila Dregger
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Mugove Walter Nyika stammt aus Simbabwe und streitet für eine ökologische Landwirtschaft in Afrika. In einem Gespräch berichtete er über seine Erinnerungen an die Fülle der afrikanischen Natur. Leila Dregger hat für ihn die Geschichte aufgeschrieben.

Ich wuchs bei meinen Großeltern 200 Kilometer südlich von Harare auf. Von klein auf lernte ich von meinem Großvater, Bäume zu pflanzen und Samen in die Erde zu stecken. An vielen Orten war es tabu, Bäume zu schlagen. So waren die Felder immer mit Pflanzen und Blättern bedeckt, und wenn ich als Kind einschlief, legte meine Großmutter mich in den Schatten. Sie war eine Kleinbäuerin wie die meisten afrikanischen Frauen. Auf ihren wenigen hundert Quadratmetern pflanzte sie Hirse, Mais, Süßkartoffeln, Gurken, Kürbis, Kichererbsen, Erdnüsse, dazu 30 Arten von Gemüse, die von selbst wuchsen. Sie konnte die Pflanzen so kombinieren, dass sie sich gegenseitig im Wachstum unterstützen.

Als Junge war ich jeden Tag mit den Kühen unterwegs. Die Landschaft versorgte uns von Januar bis Dezember mit wilden Früchten und Nüssen. Am Nachmittag, wenn die Rinder ausruhten, jagten wir kleine Tiere oder fingen Fische im Fluss, der ganzjährig Wasser f...


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