Martin Ling 19.02.2014 / Politik

Rebellion ohne Pause

Seit einem Jahr wirkt der katalanische Globalisierungskritiker Enric Duran im Untergrund - bis auf weiteres

Seit einem Jahr lebt der katalanische Kapitalismuskritiker Enric Duran im Untergrund. Statt sich einem Verfahren wegen »Bankraubs« zu stellen, arbeitet er an einem Projekt der »Wiedergutmachung«.

»Es ist das einzige Staatsregister, in dem ich mich wohlfühle.« Den Humor hat der Kapitalismuskritiker Enric Duran nach einem Jahr im Untergrund nicht verloren. In dem erwähnten Staatsregister des spanischen Justizministeriums wird der 37-jährige Katalane seit Januar 2014 aufgeführt. Es umfasst alle Justizrebellen, Personen, die sich einem Strafprozess entziehen. Der Strafprozess wegen »Bankraubs« durch Kreditbetrug gegen Duran hätte am 12. Februar 2013 in Barcelona beginnen sollen. Ein Prozess, bei dem die Zeugen der Verteidigung vorab samt und sonders abgelehnt wurden. Duran bezeichnet ihn als »Justizfarce«, dem er sich als Akt des zivilen Ungehorsams entzog und entzieht. Deswegen ist das Verfahren im Januar 2014 von der katalanischen Justiz auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden.

Auch im Rückblick hegt Enric Duran keinen Zweifel: »Keinesfalls würde ich die Entscheidung, mich dem Prozess nicht zu stellen, heute anders treffe...

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