Im Geiste von Stepan Bandera

Hannes Hofbauer über die Rolle der Rechtsradikalen in Kiew

  • Von Hannes Hofbauer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Selbst geübte Beobachter politischer Doppelmoral verlieren angesichts zerbröselnder Maßstäbe die Orientierung. Da machen sich Ende Januar 2014 schwarz gekleidete Antifas aus Hamburg und Berlin in Bussen nach Wien auf, um ein paar rechte Recken vom Tanz in der Hofburg abzuhalten. Dort werden beim jährlichen »Akademikerball« großbourgeoise Riten simuliert. »Wehret den Walzerklängen« also im antifaschistischen Wien, während 1000 Kilometer östlich die Faschisten zur Sache gehen. In den Straßen von Kiew genießen sie uneingeschränkte Sympathie auch von Medien und Politik in Deutschland.

Nun stehen die deutschen Antifas mit dem deutschen Mainstream auf solidem Kriegsfuß und man kann sich fragen, was es soll, die beiden Ereignisse gedanklich zusammenzuführen. Sie haben insofern miteinander zu tun, als dass die Sympathie der herrschenden Meinungsbildner im Angesicht anti- bzw. faschistischer Aktivisten mal hier und mal dort sehr unglei...


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