Sport und Politik: Olympischer Unfriede

Wegen der Gewalt in der Heimat reist die ukrainische Alpinfahrerin Mazozka nach Hause

  • Von Jirka Grahl
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nicht das IOC hat den Ukrainern den Trauerflor verboten, sondern das eigene NOK. Durch die ukrainische Mannschaft geht ein Riss.

Was ist olympischer Frieden? Wenn man so all das, was sich außerhalb der Riesenblase Olympia abspielt, ignoriert? 43 Athleten hat die Ukraine zu den Olympischen Spielen von Sotschi entsandt: Rodler, Langläufer, Eiskunstläufer, Freestyler, Shorttracker, Biathletinnen. Als sie aus ihrer Heimat abreisten, konnten sich wohl nur die wenigsten solch schreckliche Szenen vorstellen, wie sie sich seit zwei Tagen auf den Straßen von Kiew abspielen.

Zumindest einer Athletin wurde es nun zu absurd, sich in Sotschi weiter die Hänge hinunterzustürzen. Auf die Jagd nach einer guten Platzierung zu gehen, während daheim die Menschen einander töten: Bogdana Mazozka, Alpinskifahrerin aus Kossiw in der Westukraine, hat gemeinsam mit ihrem Trainer und Vater Oleg Mazozki die Abreise aus Sotschi verkündet. Mit einem klaren politischen Statement: »Wir sind entrüstet über die Handlungen des Präsidenten und der Regierung«, verkündeten sie in einem Fern...


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