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Proteste in Caracas

Maduro: »Faschisten« wollen Staatsstreich in Venezuela

In Venezuela bleibt die Lage weiter angespannt. Ein Gericht der Hauptstadt Caracas entschied laut Medienberichten, dass Oppositionsführer López vorerst in Haft bleibt.

Caracas/Valencia. Angesichts andauernder Proteste gegen die linke Regierung Venezuelas schlägt Staatschef Nicolás Maduro härtere Töne an. »Wir stehen vor einem sich weiter entfesselnden Staatsstreich gegen Venezuela. Der Chef des Faschismus ist schon gefangen, und ich werde das mit allen Faschisten machen, wo immer sie sein mögen«, sagte Maduro am Mittwochabend (Ortszeit) in Caracas mit Blick auf den festgenommenen Regierungsgegner Leopoldo López.

Er forderte die Opposition zu einem Ende der Gewalt auf. Binnen einer Woche wurden mindestens vier Menschen bei den Protesten erschossen. Die Opposition machte bewaffnete Regierungsanhänger für die Gewalt verantwortlich. López (42) hatte sich am Dienstag der Polizei gestellt. Er wurde nach Medienangaben in ein Gefängnis außerhalb von Caracas verlegt.

Unterdessen gingen die Proteste in Venezuela weiter. In Caracas wurden Straßen blockiert und Barrikaden in Brand gesetzt. Hunderte Demon᠆stranten besetzten einen Grenzübergang zwischen Kolumbien und Venezuela, wie lokale Medien berichteten. Die Aktion war als Unterstützung für die Opposition gedacht.

Binnen einer Woche sind vier Menschen bei den Unruhen erschossen worden. Am Mittwoch starb eine 22-jährige Studentin im Krankenhaus, die am Dienstag bei einer Demonstration in Valencia, rund 170 Kilometer von Caracas entfernt, von einer Kugel am Kopf getroffen wurde. Der Demonstrationszug war nach Medienangaben von Unbekannten von Motorrädern aus beschossen worden. dpa/nd

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