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Vernetzung der Welt in einer Konzernhand

WhatsApp sieht sich als Gegenmodell zum durchkommerzialisierten Silicon Valley - die Realität sieht etwas anders aus

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein riesiger Datenmoloch zur kommerziellen Nutzung könnte mit der Übernahme des Sofortnachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook entstehen, so die Befürchtung von Datenschützern.

Selbstdarstellung und Wirklichkeit klaffen nicht selten auseinander. So scheint es auch beim Sofortnachrichtendienst WhatsApp zu sein. Ein Leitspruch des Unternehmens lautet: »No ads, no games, no gimmicks« - keine Werbung, keine Spiele, kein Schnickschnack. Der Firmenmitgründer Jan Koum hat zudem mehrmals betont, dass sein Unternehmen mit den Daten der Nutzer sorgsam umgehe. »Wir interessieren uns nicht für Informationen über unsere Nutzer«, erklärte er noch vor rund einem Monat. Seine Abneigung gegenüber Werbung und Überwachung führt Koum auf seine Jugendjahre in der Sowjetunion zurück. WhatsApp inszeniert sich somit als Rebell gegen die herkömmlichen Praktiken der Branche, als Gegenmodell zum Silicon Valley. Auch nach der Übernahme versicherte die Firma, dass weiterhin keine Werbung geschaltet werde und sich für den Nutzer nichts ändere.

Soweit die Selbstdarstellung. Und die Realität? Schon länger gibt es Kritik am Umgang v...


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