Marlene Göring 24.02.2014 / Berlin / Brandenburg

Streit unterm Regenbogen

Der CSD e.V. will sich neu ausrichten - seine Mitglieder rebellieren

Community übergangen, Mitglieder abgemahnt, Partner verprellt - und ein Vorstand, der sich bereichert? Der CSD e.V. kommt immer schärfer in die Kritik.

Er ist laut, bunt und mittlerweile eine Berliner Berühmtheit: der Christopher Street Day (CSD). Aber hinter dem, was da so farbenfroh einmal im Jahr durch die Hauptstadt zieht, offenbart sich zurzeit ein ziemlich grauer Sumpf. Oder besser eine Steinmauer: »Stonewall« soll die traditionelle Parade am internationalen Feiertag der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans)-Gemeinde ab sofort heißen. Und es mauert der CSD e.V., wenn es darum geht, wieso er den beliebten Festzug in einer Mitgliederversammlung Ende Januar in Eigenregie umbenannte. Der Verein koordiniert die Festwoche rund um den CSD und richtet den Umzug aus. Bei der Namensgebung sehen sich nicht nur viele Mitglieder, sondern auch die LGBT-Szene übergangen.

Denn nicht der Name selbst ist dabei Stein des Anstoßes, sondern das Vorgehen des Vereins. »Wir haben eine Tischvorlage bekommen und konnten sie nur noch absegnen«, sagt Ulli Reichardt, Sprecher von QueerGrün, der s...

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