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Hattrick bei der Bahnrad-WM

Kristina Vogel und Miriam Welte holen zum dritten Mal Gold im Teamsprint

  • Von Thomas Juschus, Cali
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die deutschen Sprinter sind mit Gold und Silber in die Bahn-WM gestartet. Während die Frauen in Cali ihren Titelhattrick im Teamsprint feierten, fühlte sich Silber der Sprinter wie eine Niederlage an.

Kristina Vogel aus Erfurt und Miriam Welte aus Kaiserslautern haben das Feiern noch nicht satt. Nach dem Olympiatriumph 2012 in London und dem inzwischen dritten WM-Titel in Folge im Teamsprint genoss das deutsche Vorzeigeduo in Cali seinen Hattrick. Die Teamkolleginnen und Freundinnen drehten zum Auftakt der Titelkämpfe Arm in Arm eine Ehrenrunde durch das Velodrom Alcides Nieto Patiño, schwenkten auf der Zielgeraden die deutsche Flagge und holten sich den verdienten Applaus der rund 4000 Zuschauer ab.

Zuvor hatte sich das Erfolgsduo im Finale souverän gegen China durchgesetzt. »Here we are - wieder Gold«, jubelte Kristina Vogel beim Ausfahren auf der Rolle. Trotz des vierten großen Erfolges innerhalb der vergangenen zwei Jahre habe das Siegen nichts an Reiz verloren. »Jede WM hat ihre Eigenheiten. Wir haben uns am besten mit den nicht einfachen Bedingungen arrangiert«, freute sich die 23-Jährige, die nun in Sprint und Keirin gelöst auf die Jagd nach ihrem ersten Einzeltitel gehen kann.

»Es ist einfach genial, dass es wieder geklappt hat«, freute sich Miriam Welte, die über 500 Meter nach zweimal Silber und einmal Bronze ebenfalls nach Gold greifen will. »Wir scheinen irgendwas richtig gut zu machen«, rätselte die 27-Jährige über das Erfolgsgeheimnis. Das ließ sich von den Männern diesmal nicht sagen. In einer Neuauflage des WM-Finales von 2013 unterlagen Rene Enders (Erfurt), Robert Förstemann (Gera) und Maximilian Levy (Cottbus) hauchdünn und etwas überraschend gegen Neuseeland. »Wir haben nicht geschafft, das Optimum abzurufen«, analysierte Levy, der auf der Schlussrunde die knappe Führung nach zwei Runden noch einbüßte.

»Diese Niederlage tut weh. Wir hatten einen grandiosen Winter und jetzt das«, sagte Robert Förstemann nach WM-Silber. »Wir werden dieses Rennen intern Meter für Meter auswerten«, kündigte der Mann mit den größten Oberschenkeln an. Anfahrer Enders haderte bereits Minuten nach dem verlorenen Finale mit seiner Leistung. »Ich habe beide Läufe verkackt«, sagte Enders, für den die WM schon vorbei ist und der vorher Gold als klares Ziel ausgegeben hatte. »Die Medaille kommt in den Schrank, und dann geht es von vorne los.«

In die Medaillenvergabe konnte der Bahnvierer wie erwartet nicht eingreifen, bestätigte aber mit Platz sieben in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung den Aufwärtstrend der vergangenen Monate. dpa/nd

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