Dialog, Drohung und kein Ultimatum

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates und EU-Gipfel zur ukrainisch-russischen Krise einberufen

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Krise um die Krim bewegt sich international zwischen Drohungen und Diplomatie. In Moskau fallen die Kurse und in der Ukraine werden Regionalverwaltungen besetzt.

Ukrainische Soldaten und prorussische Bewaffnete unterhalten sich über eine Kasernenmauer hinweg und werden fotografiert - die ukrainische Halbinsel Krim am Montag war bis zum Abend ein vergleichsweise ruhiger Ort. Doch am Abend meldeten Agenturen ein Ultimatum. Russland habe von den auf der Krim stationierten ukrainischen Einheiten gefordert, bis 3 Uhr morgens die Regierung auf der Krim anzuerkennen, die Waffen niederzulegen und abzuziehen. Moskau dementierte: »Blödsinn!«

Für Montagabend hatte der UN-Sicherheitsrat eine weitere Sondersitzung zur Krise einberufen. Die EU-Außenminister diskutierten in Brüssel den Entwurf einer Erklärung. Die sollte die russische Militäraktion verurteilen und zugleich Hoffnung auf eine politische Lösung des Konflikts ausdrücken. Sanktionen gegen Moskau blieben im Gespräch, ebenso die Aussetzung von Verhandlungen über Reiseerleichterung und ein neues Kooperationsabkommen. EU-Ratspräsident Herman ...


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