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Von unten nach oben

Sarah Liebigt würde gern in eine 100-Quadratmeterwohnung sickern

Jede neue Wohnung entlaste unabhängig von Preis und Lage den Wohnungsmarkt, versichert die Chefin des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Über »Sickereffekte« kämen diese Wohnungen zudem auch »Beziehern niedriger Einkommen« zu Gute. »Sickereffekt« ist ein schönes Wort. Es klingt sympathisch weil es assoziiert, dass alle Mieter durch alle denkbaren Nischen sickern und auf jeden Fall eine Wohnung finden können.

Tatsächlich meint es, dass eine Haushaltsgruppe immer nach dem nächsthöheren Wohnstandard strebt. Wenn eine Gruppe umzieht, werden Wohnungen frei, logisch. Und wie ein jeder weiß, gibt es seit Jahren eine Versickerung von Problemkiezen hin zu den freigewordenen, sanierten Altbauwohnungen Prenzlauer Bergs, weil deren Bewohner wiederum in die neuen Eigentumswohnungen gezogen sind. Genauso ist bekannt, dass Wohnungen seit Jahrzehnten zum immer selben Preis neuvermietet werden. Deswegen macht ja auch die Mietpreisbremse keinen Sinn, sagt der BFW.

Wasser versickert je nach Beschaffenheit des Bodens durchaus rasant. Je ausgedörrter der (Miet)Wohnungsmarkt, desto schneller versickern die Finanzschwächsten in der Tiefe.

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