Arno Klönne 12.03.2014 / Literatur
Buchmesse Leipzig

Erst der tote Flüchtling wird wahrgenommen

Ulrich Ladurner erzählt die große Geschichte der kleinen Insel Lampedusa

Lampedusa - war da nicht irgend etwas jetzt in der Hansestadt Hamburg? Hunderte Flüchtlinge aus Nordafrika, die seit Monaten für ein dauerhaftes Bleiberecht kämpfen. Lampedusa - eine geografische Angabe, die beim Publikum hiesiger Medien Schrecken auslöst, der durch Gewöhnung sich dämpft, zudem ist der Ort weit von uns entfernt. Wer es dabei nicht belassen will: Lampedusa, eine felsige Insel im Mittelmeer, zu Italien gehörig, aber der nordafrikanischen Küste nah, eine Station auf dem gefährlichen illegalen Weg von der Armut in das trotz aller eigenen Probleme reiche Europa. Ein Hoffnungsziel und doch immer wieder ein Platz, von dem über tödliches Scheitern berichtet wird, über ein Massengrab im Mittelmeer. »Der Flüchtling rückt als Toter in das europäische Bewusstsein, als Lebender ist er ein Gespenst«, schreibt Ulrich Ladurner, Autor des Buches, das hier vorgestellt wird.

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