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Ein besonders schwerer Fall von Untreue

Im Nürburgring-Prozess beginnen die Plädoyers: Die Anklage sieht den Mainzer Ex-Minister Deubel schuldig

Mit den Plädoyers der Ankläger steuert das Untreue-Verfahren zum Nürburgring-Ausbau auf sein Ende zu. Ab Ende März folgen die Verteidiger, Mitte April sollen die Urteile gesprochen werden.

Koblenz. Im Untreue-Verfahren zum Nürburgring-Ausbau hält die Anklage den ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) für schuldig. Auch Ex-Ringchef Walter Kafitz und dem Ex-Con-troller des Rings warf die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Landgericht Koblenz pflichtwidriges Verhalten vor. Deubel sei ab Anfang 2008 faktischer Geschäftsführer der Nürburgring GmbH gewesen, sagte Staatsanwältin Martina Müller-Ehlen. »Er bestimmte die Unternehmenspolitik.« Er habe seine Befugnisse als Amtsträger überschritten, es handele sich um einen besonders schweren Fall von Untreue.

In dem Mammutverfahren, das im Oktober 2012 begonnen hatte, geht es um die 2009 gescheiterte Privatfinanzieru...


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