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Die »Freunde Libyens« zeigen sich ratlos

Machtprobe um Ölfrachter endet vorläufig mit einer Schlappe für die kaum noch vorhandene Zentralmacht

  • Von Mirco Keilberth, Tripolis
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zweieinhalb Jahre nach dem Sturz Gaddafis sind Libyens staatliche Strukturen dem Zerfall nahe. Am Montag haben Rebellen auf eigene Rechnung Öl verschifft. Der Premier soll abgesetzt worden sein.

Die zunehmend chaotische Lage in Libyen beunruhigt die ehemalige Kriegskoalition gegen Muammar Gaddafi. Neben dem alltäglichen Milizenterror symbolisierten zuletzt der Sturm auf das Übergangsparlament und die geringe Beteiligung bei der Wahl der Verfassungskommission, wie instabil die Machtverhältnisse derzeit sind.

Seit Dienstag ist die in Libyen herrschende Gesetzlosigkeit um eine Facette reicher. Ein mit illegal beschafftem Öl beladener Tanker aus Nordkorea verließ den Hafen Al-Sidra in der Cyrenaika. Die dortige selbst ernannte Autonomieregierung, die das Geschäft eingefädelt hatte, erklärte am Mittag im Internet, der Tanker befinde sich inzwischen in internationalen Gewässern. Das Verteidigungsministerium in Tripolis war am Dienstag nicht bereit, seine Niederlage einzugestehen. Regierungschef Ali Seidan hatte am Montag noch mit einem Angriff der Marine auf das Schiff gedroht.

Unerwartet kommt dies alles nicht. Vorig...


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