Emran Feroz, Kabul 13.03.2014 / Ausland

Washington bestimmt, wer in Kabul regiert

In Afghanistan ist der Wahlkampf um die Präsidentschaft entbrannt, aber die Bevölkerung bleibt skeptisch

Die Präsidentschaftswahl am 5. April in Afghanistan wirft ihre Schatten voraus. Die Taliban haben zu Angriffen auf Wähler, Wahllokale und Wahlhelfer aufgerufen. In Kabul tobt trotzdem der Wahlkampf.

Wer durch die Straßen der afghanischen Hauptstadt geht, merkt, dass Wahlkampfstimmung herrscht. In jeder Ecke hängen Plakate der Präsidentschaftskandidaten, mal klein und unscheinbar, mal überdimensional groß. Es sind markante Gesichter, meist Bartträger mit traditioneller afghanischer Kleidung oder westlich aussehende Anzugträger. Die meisten von ihnen sind Warlords, die sich in den 90er Jahren einen Namen machten, Kriegsverbrecher, die das Blut zahlreicher Zivilisten an ihren Händen haben und stets von ihren eigenen, immer gewaltbereiten Milizen begleitet werden. Als die NATO-Truppen 2001 ins Land einmarschierten, verbündete man sich mit ihnen im Kampf gegen die Taliban. Seitdem besetzen die Kriegsfürsten hohe Regierungsposten und bereichern sich persönlich. Die unzähligen Plakate können sie sich leisten, während der Großteil der Bevölkerung hungert.

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