Rheinland-Pfalz hofft auf Neustart am Nürburgring

Koblenz. Der insolvente Nürburgring will im nächsten Jahr mit dem Autozulieferer Capricorn am Steuer an den Start gehen. Nach der Insolvenz vor fast zwei Jahren bekam Capricorn am Dienstag den Zuschlag als Käufer. Der Mittelständler will die teure Formel 1 an der legendären Rennstrecke in der Eifel weiter halten. Der Kaufpreis liegt nach Angaben der Sanierer des Nürburgrings bei 77 Millionen Euro, Capricorn wolle zudem bis zu 25 Millionen Euro in den Ausbau des Rings stecken. Die Sanierer präsentierten den Käufer nach einer stundenlangen Sitzung des Gläubigerausschusses. Während die rot-grüne Landesregierung auf einen Neustart hoff, warnt die CDU vor Risiken. Der Verkaufserlös werde nur einen Bruchteil des Geldes einspielen, das verloren worden sei, erklärte CDU-Fraktionschefin Julia Klöckner. Der Nürburgring musste 2012 Insolvenz anmelden, nachdem die SPD-Alleinregierung am Nürburgring einen zu groß geratenen Freizeitpark für rund 330 Millionen Euro hatte bauen lassen. Nach der Insolvenz mussten Millionen an Steuergeld fließen. dpa/nd

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