Stefan Kuhfs, Radebeul 20.03.2014 / Politik

Indianer fordern Skalp zurück

Karl-May-Museum Radebeul erhielt Brief aus Amerika

Die Nachricht kam per Post und völlig unerwartet: Nordamerikanische Ojibwa-Indianer fordern einen Skalp zurück. Sie verlangen den Haarschopf eines Vorfahren, der sich seit mehr als achtzig Jahren im Besitz des Karl-May-Museums in Radebeul bei Dresden befindet. Skalps gehören seit Jahrzehnten zum Bestand dieses Museums, das zu den Sehenswürdigkeiten Sachsens gehört.

Direktorin Claudia Kaulfuß und ihr Kustos Hans Grunert verstehen die Aufregung nicht. »Der Skalp liegt seit Jahren in unserem Depot«, sagt Kaulfuß. Außerdem habe der Künstler Patty Frank, aus dessen Sammlung 1928 das Karl-May-Museum entstand, den Skalp im Jahr 1904 dem Stamm ordentlich abgekauft. »Für 1100 Dollar«, sagt Grunert. »Und dazu noch zwei Flaschen Whiskey und eine Flasche Brandy.« Das Museum nehme das Schreiben aber ernst.

Auch für die Ojibwa-Indianer ist die Sache kein Spaß. »Immer wieder haben uns mächtigere Gesellschaften das Recht genommen, auf u...

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