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Öffentlicher Dienst weiter im Warnstreik

Druck auf Arbeitgeber vor zweiter Tarifrunde

Berlin. Unmittelbar vor Beginn der zweiten Tarifrunde für die 2,1 Millionen Angestellten der Kommunen und des Bundes am Donnerstag haben die Gewerkschaften mehrere Bundesländer mit Warnstreiks überzogen. Schwerpunkte lagen diesmal in Bayern, Thüringen, Hessen, Niedersachsen und Berlin-Brandenburg.

Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich in Bayern bis 10 000 Beschäftigte an den Aktionen. Vielerorts blieben Kindergärten und Behörden geschlossen. Es gab Einschränkungen bei der Müllabfuhr und in einigen kommunalen Kliniken. Betroffen waren vor allem München, der Großraum Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt. In Hessen, Hannover und Thüringen lag am Vormittag der öffentliche Nahverkehr zum Teil lahm. In Hessen waren zudem Mitarbeiter der Müllabfuhr, von Krankenhäusern und Kindergärten zum Ausstand aufgerufen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt blieben viele Kitas geschlossen. In Berlin waren vor allem Schwimmbäder von Warnstreiks betroffen. In Brandenburg blieben mehrere Jobcenter der Arbeitsagenturen geschlossen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der dbb-Beamtenbund fordern die Erhöhung aller Gehälter um einen Sockel von 100 Euro sowie einen weiteren Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt. dbb-Verhandlungsführer Willi Russ drohte mit einer »schärferen Gangart« der Gewerkschaften, sollten die Arbeitgeber bei der bis Freitag in Potsdam geplanten zweite Tarifrunde keinen Einigungswillen zeigen. dpa/nd

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